Private Krankenversicherung - Unisextarif

Der Unisextarif ist ein Tarif der Kapitallebensversicherer, in dem die geschlechtlich unterschiedliche Lebenserwartung nicht berücksichtigt wird. Diese Tarifform ist seit 2006 für die staatlich geförderte, Private Krankenversicherung vorgeschrieben. Hierdurch soll eine Gleichbehandlung aller Personengruppen erreicht werden.

Jedoch erschwert dies die Kalkulation von Lebensversicherungpolicen, da nicht bekannt ist, wie die Verteilung der unterschiedlichen Geschlechter und damit die gesamtdurchschnittliche Sterbewahrscheinlichkeit sich je Versicherer entwickeln wird.

Das Jahr 2012 brachte auch für die private Krankenversicherung eine grundlegende Änderung mit sich. Bis zum 21.12.2012 müssen alle Versicherungsunternehmen sogenannte Unisex-Tarife für die Private Krankenversicherung eingeführt haben.

Dabei handelt es sich um geschlechtsneutral kalkulierte Tarife. Der Beitrag für Frauen und Männer für die Private Krankenversicherung muss bei sonst identischen Voraussetzungen gleich hoch sein. Da der Beitragsunterschied bisher bei 10 bis 20 % lag, müssen Männer für Neuabschlüsse künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für Frauen dürfte sich der Beitrag in der PKV hingegen verringern.

Die Neuregelungen sind erforderlich, weil der Europäische Gerichtshof die geschlechtsspezifischen Tarife für unvereinbar mit dem Gleichheitsgrundsatz erklärt hat. Experten rechnetenn daher vor Einführung der Unisex-Tarife mit zahlreichen männlichen Versicherten, die in eine andere privaten Krankenversicherung wechseln wollten.

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